30.01.2012: theorie:laden – Potentiale und Grenzen basisdemokratischer Organisierung

30.01.2012

Potentiale und Grenzen basisdemokratischer Organisierung.
Anti-repräsentative Kämpfe in Spanien und Argentinien

Spätestens seit dem 15. Mai 2011 und der an diesem Tag in Spanien
ausgelösten Bewegung der “indignadxs” ist das Wort “asamblea” kein
Fremdwort mehr und auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Erfahrungen mit einer breiten horizontalen und pluralen gesellschaftlichen
Organisierung in (Nachbar_innenschafts-) Versammlungen werden in Buenos
Aires jedoch schon seit 2001 gemacht.
Wir wollen die Möglichkeit nutzen, aus diesen Kämpfen und Erfahrungen zu
lernen. In diesem Theorie:laden werden wir uns deshalb ausgehend von
Erfahrungsberichten mit diesen Versuchen auseinander setzen, eine andere
gesellschaftliche Ordnung jenseits repräsentativer Demokratie zu denken
und vor allem umzusetzen.

… was sind die Möglichkeiten und Potentiale horizontaler Organisierung und
einer heterogenen, pluralistischen Bewegung?
… wie konnten Räume mit ganz anderen Logiken geöffnet und aufrecht
erhalten werden?
… wo lagen die Grenzen einer Verstetigung solcher basisdemokratisch
organisierter Räume und Widerstandsformen?
… was sind die Gründe für das Scheitern dieser beiden Erfahrungen ?
… oder sind sie gar nicht gescheitert?

All das wollen wir im nächsten theorie:laden diskutieren. Ein Beteiligter
an den Protesten in Spanien 2011 (Madrid/Barcelona) wird über seine
Erfahrungen berichten und ein weiterer Input schildert die Entwicklung und
Transformationsprozesse der Asamblea-Bewegung in Argentinien (Buenos
Aires) von 2001-2011…