Über Uns

„Umwälzende wahre Praxis aber hängt ab
von der Unnachgiebigkeit der Theorie
gegen die Bewusstlosigkeit, mit der
die Gesellschaft das Denken
sich verhärten lässt.“

Horkheimer, Max / Adorno, Theodor W. (2003)
„Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente“,
Frankfurt a. M., S. 59

Das Theoriebüro, aus regelmäßig abgehaltenen Lesekreisen von Studierenden hervorgegangen, soll mehr sein als nur ein Raum. Neben der Möglichkeit kollektiven Arbeitens dient es der Vernetzung jener Menschen, die sich an theoretischen Fragen interessiert zeigen und diese gemeinsam diskutieren wollen. Dem Selbstverständnis entsprechend möchte das Projekt die kritische Gesellschaftstheorie auf Höhe der Zeit vorantreiben.

Indem es engagierte Individuen zur Auseinandersetzung mit ihr animieren will und zum intellektuellen Austausch in den eigenen vier Wänden einlädt (in der Hoffnung, sich auf diese Art und Weise gegenseitig neue Impulse geben zu können), wird der Versuch unternommen, diese gemeinsam weiterzuentwickeln.

Hierzu bietet das lokale Umfeld des Theoriebüros eine denkbar günstige Voraussetzung, teilt es sich doch mit weiteren gesellschaftskritischen Initiativen die Räumlichkeiten. So findet sich unter dem gleichen Dach unter anderem noch ein Kostnixladen mit Cafe, die sogenannte „Schenke“ in der Pfeilgasse, die auch von Studierenden gerne besucht wird. Diese spezifische Konstellation eröffnet die unterschiedlichsten Anknüpfungspunkte für Theorie und Praxis, da sie deren Konnex vor Ort persönlich erfahrbar macht und damit das Zusammenspiel von theoretischem Wissen und praktischen Handlungsfeldern im Hier und Jetzt sichtbar wird.

Das Theoriebüro ist willens, sich dieser Herausforderung zu stellen, stets darauf bedacht, zur kritischen Reflexion anzuregen. Lesekreise und Veranstaltungen zu verschiedenen Fragestellungen sind geplant, Neuzugänge willkommen.


 

Zur Raumnutzung des Theoriebüros


Was ist das Büro?

Das Theoriebüro stellt in erster Linie einen Arbeitsraum für die Erstellung, Verbreitung und Vermittlung kritischer Theorie dar. Hier arbeiten einzelne Personen und Gruppen, die einen gewissen inhaltlichen „Common Sense“ teilen, dessen kleinster gemeinsamer Nenner ist, dass kritische Theoriebildung für Emanzipation von großer Bedeutung ist und weiter ent- und vermittelt werden sollte.

Das Theoriebüro ist die physische Manifestation dieser Bestrebung, ein Arbeitsraum, der gemeinschaftlich genutzt und organisiert wird. Um einen genaueren Einblick in (aktuelle) Entwicklungen im und ums Büro zu bekommen könnt ihr die Homepage www.theoriebuero.org aufsuchen oder uns ein Email schreiben: theoriebuero[at]lnxnt.org.

Was ist das Büro nicht?

Das Theoriebüro ist kein offener Raum im klassisch linksradikalen Sinn. Obwohl wir Räume, die von allen möglichst niedrigschwellig genutzt werden können, für sehr wichtig erachten, haben wir uns entschlossen das Büro anders zu gestalten. V.a. die Tatsache, dass hier Menschen intensiv und mit hohen Ansprüchen geistig arbeiten führt dazu, dass partielle Geschlossenheit anstrebenswert wird. Dies fördert unserer Erfahrung nach nicht nur ein gewisses Arbeitsklima, auch schafft es den nötigen Frei-Raum für die hier Arbeitenden. (Als Chill- und Wohlfühlraum bieten sich die Räume der Schenke gleich neben uns an.)

Die Idee dahinter ist, dass Menschen bzw. Gruppen, die sich an dem Projekt beteiligen möchten oder ihm nahe stehen mit ihren Tätigkeiten im Vordergrund stehen. Wir verstehen uns deshalb als halboffener Raum: Die Raumnutzung ist erst nach Absprache mit und Prioritätensetzung durch das Büro möglich.

Wer kann das Büro wie nutzen?

Unter Tags arbeiten hier oft Einzelpersonen, weshalb die Nutzung für Treffen/Lesekreise etc. grundsätzlich erst ab ca. 17h vorgesehen ist (Ausnahmen können natürlich gemacht werden). Falls du den Raum entweder individuell zum Arbeiten oder mit einer Gruppe nutzen möchtest wende dich einfach an die Email-Adresse. Das Büro freut sich v.a. über Lesekreise und theoretisch arbeitende Zusammenhänge, andere Nutzungen sind im Rahmen der Kapazitäten auch möglich, aber werden jedenfalls „nachgereiht“. Nach einer Anfrage werden wir sie besprechen und etwaige Terminkollisionen koordinieren.

Für Menschen die nicht fix hier arbeiten und Gruppen, die den Raum temporär nutzen, ist es auf Grund der beschränkten Raumsituation leider nicht möglich, hier Dinge abzulagern (ev. in Schenke/ABib nachfragen). Grundsätzlich ist es möglich die EDV-Infrastruktur (so funktionierend)  auch während der Arbeitszeiten zu nutzen. Dabei haben allerdings Personen, die hier fix und im Sinne der Projektidee arbeiten, Vorrang.

Außerdem wünschen wir uns eine möglichst ruhige Arbeitsatmosphäre, d.h. bitte nicht telefonieren, quatschen, ohne Nachfrage Musik anmachen etc. – sowohl während individueller Arbeitszeiten, als auch dann, wenn Gruppen ein Treffen haben. Nach Raumnutzung ist das Büro jedenfalls wieder zuzusperren und genauso zu hinterlassen wie es vorgefunden wurde.