Category Archives: Bücher

Kulla, Daniel (2007) "Entschwörungstheorie"

Entschwörungstheorie

„Das Dilemma der Entschwörung besteht also darin, daß diejenigen, die die Voraussetzungen des Verschwörungsdenkens am treffendsten auf den Begriff bringen – die Vertreter der Kritischen Theorie -, sich nur wenig für die Vermittlung der Ideen interessieren, während diejenigen, die sich mit der Vermittlung und den Ideen am besten auskennen – die Diskordier -, selbst knietief im Konspirationismus stecken. Das praktisch wirkungsvollste Mittel gegen Verschwörungsdenken – das Internet – steht wiederum im Ruf, ihm mit Abstand am meisten Vorschub zu leisten, was es bei unkundigem Gebrauch allerdings auch tut.“ (Quelle: s.u.)

Zum Anhören und Anschaun:
Video und Vortrag zum Buch

INHALT

  • I Fronten
    Böser Bush und böser Kapitalismus – Dan Brown und das Eigentliche – Antisemitische Verschwörungstheorie – Globale Propheten – Umschlagpunkt 9/11 – Vorhaben dieses Buches
  • II Travestie
    Spielerische Verschwörungstheorien und Konspirationismus – Wem wird geglaubt? – Politiktravestie – Was wird geglaubt? – Geschichtstravestie – Allzweckwaffe Konspirationismus
  • III Absolutismus
    Made in Germany – Die gute eigene Gesellschaftsordnung – Verschwörungstheorie und Verschwörungspraxis
  • IV Junker
    Konterrevolution für alle – Völkischer Antiimperialismus – Vorarbeit fürs 20. Jahrhundert
  • V An der Macht
    Deutsche Arbeit – Leninismus – Organisierte Gegenverschwörung – Nazis als Verschwörung gegen die Deutschen – Die Kapelle der Gefahren
  • VI Peripherie
    Satan und der Kommunismus – Die guten Deutschen – Ideologieexport in den Nahen Osten
  • VII Babylon
    Fight Club und Matrix – Postmoderne Eingemeindung – Abstrakte und konkrete Deutsche – Wendepunkt 9/11 – Kompilation des antifaschistischen Antisemitismus – Die moralischen Deutschen
  • VIII Entschwörungstheorie
    What we learned today – Kritische Theorie – Diskordianismus – Das böse Internet – Auslegungsmonopol – Entschwörung – Abspann: Mehr Verschwörungstheorien!

(Quelle: http://www.classless.org/2007/04/06/buch-entschworungstheorie-released/ )

Adorno, Theodor W. (1951) "Minima Moralia"

„Es gibt kein vergleichbares Werk in der philosophischen Literatur des 20. Jahrhunderts: Minima Moralia von Theodor W. Adorno ist eine Sammlung von 153 Reflexionen aus dem beschädigten Leben, die in der Kultur- und Gesellschaftskritik neue Maßstäbe gesetzt hat und auch ein halbes Jahrhundert nach der Erstveröffentlichung gleichermaßen durch Aktualität und analytische Schärfe verblüfft.“ (Quelle: http://www.litde.com/autoren/adorno-theodor-w.php )

Hawel / Blanke (Hg.) (2012) "Kritische Theorie der Krise"

Krit.Theorie der Krise

„Die Wirkungsgeschichte der Kritischen Theorie, die unter anderem mit Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Karl Korsch, Georg Lukács und Herbert Marcuse verbunden ist, deckt sich weitgehend mit jenem »kurzen 20. Jahrhundert«, das der britische Historiker Eric Hobsbawm mit dem Ersten Weltkrieg beginnen und 1991 mit der Auflösung der bipolaren Weltordnung enden lässt. Es ist ein Jahrhundert voller Turbulenzen, Krisen und Katastrophen. Seither, so Hobsbawm, haben wir es mit einem Ableben, gar mit einem Untergang auch der westlichen Welt zu tun, die sich in einem »freien Fall« befinde. Seit 2007 erlebt diese Welt eine fundamentale Finanz- und Wirtschaftskrise, die in einzelnen Ländern verheerende Auswirkungen hat. 2009 wurden Dimensionen erreicht, die mit jenen aus dem Krisenjahr 1929 vergleichbar sind, wenngleich bisher nicht zu erkennen ist, ob sich auch die politischen Entwicklungen wiederholen werden. Die bisher schon erkennbaren Parallelen sind allerdings Anlass genug, die Aktualität der Kritischen Theorie zu überprüfen.“ (Quelle: http://dietz-shop.rosalux.de/index.php?id=9921&backPID=9921&tt_products=512 )

INHALT

  • Moritz Blanke, Marcus Hawel: Zur Aktualität der Kritischen Theorie
  • Marcus Hawel: Krise und Geschichte. Zum Entstehungszusammenhang kritischer Theorie
  • Lutz Brangsch: Krisentheorien und Krisenkonzepte in der Geschichte des Kapitalismus
  • Roger Behrens: »Crisis, what Crisis?«. Kulturindustrie, Kritik und Krise
  • Annette Ohme-Reinicke, Michael Weingarten: Krise und Bewusstsein. Zur Aktualität sozialpsychologischer Grundlagen des Krisenbegriffs der Kritischen Theorie
  • Daniel Keil: Krisenkonstellationen. Überlegungen zum Zusammenhang von Krise und gesellschaftlicher Ausgrenzung
  • Asaf Angermann: Das schlechte Gewissen der Krise. Adorno, Badiou und die »ethische« Ideologie
  • Anne Steckner: Die Waffen schärfen. Zum Kritikbegriff bei Karl Marx
  • Tatjana Freytag: Kein Altern der Kritik

 

Hobsbawm, Eric (2012) "Wie man die Welt verändert"

„Wer glaubt, Karl Marx sei tot, der irrt. Die Krise des kapitalistischen Systems hat neues Interesse an seinen Ideen geweckt. Eric Hobsbawm, seit seiner Jugend überzeugter Marxist, zeigt, was wir noch heute von Marx lernen können. Ein Leben lang hat sich der Historiker aus Großbritannien mit den Widersprüchen beschäftigt, die seit der Finanzkrise selbst liberale Ökonomen am Weltbild eines schlichten Kapitalismus zweifeln lassen. Hobsbawms neues Buch zeigt, wie der Marxismus in den letzten 150 Jahren die angeblich alternativlosen Regeln der kapitalistischen Wirtschaft in Frage gestellt und widerlegt hat. In Hobsbawm hat Marx seinen souveränen Interpreten für das 21. Jahrhundert gefunden.“ (Quelle: s.u.)

Beigewum / Attac (2010) "Mythen der Krise"

„Zu Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise schien der Neoliberalismus, ja der Kapitalismus insgesamt, schweren Legitimationsschaden zu nehmen. Doch mittlerweile haben sich seine Apologeten erholt und versuchen mit allen Mitteln, ihre Lehren zu verteidigen. Mit Mythen wie „Die AmerikanerInnen haben über ihre Verhältnisse gelebt“ oder „Die Einkommensverteilung war nicht das Problem“ wird Ursachenverleugnung betrieben. Mit Ansagen wie „Die ‚braven‘ Banken sind unschuldige Opfer“ oder „Protektionismus ist die größte Gefahr“ wird versucht, eine Abkehr von der dominierenden wirtschaftspolitischen Doktrin zu verhindern. Mit Warnungen wie „Jetzt droht die Hyperinflation“ wird beschleunigt in Sackgassen gesteuert. Doch auch antineoliberale Ansätze wie die Zinskritik erweisen sich als wenig weiterführende Alternativen.

Die AutorInnen nehmen sich kursierende Mythen rund um Krisenursachen, Krisendynamiken sowie Krisenlösungen vor und prüfen sie auf ihre Plausibilität. Die auch für Nicht-ÖkonomInnen eingängige Darstellung macht dieses Buch zur willkommenen Argumentationshilfe für all jene, die dem herrschenden Krisen-Management kenntnisreich entgegentreten wollen.“ (Quelle: s.u.)

Danermark / Ekström / et al. (2001) "Explaining Society: An Introduction to Critical Realism in the Social Sciences"

„Explaining Society is a clear, jargon-free introduction to the practice and theory of critical realism in the social sciences. This is the first ever book to comprehensively present critical realism and its methodological implications for social science. The authors argue for an ontology where a social reality exists independently of the knowledge of social scientists – where it is not immediately given and empirically accessible, but where it is always conceptually mediated. The book emphasises the importance of concept formation, and suggests techniques for this in the social sciences: methodological principles are presented as a part of a practical model for an explanatory social science. In order to relate theory and empirical observations, the authors stress developing and applying abstract theories of social structures and mechanisms. The book reveals that the question is not what type of method is best, but rather what different methods can do, and how can they be combined. This book will be immensely valuable for students and researchers in social science, sociology and philosophy in that it connects methodology, theory and empirical research. It provides an innovative picture of what society and social science is, with methods used to study and explain social phenomena.“ (Quelle: s.u.)

  • Danermark / Ekström / Jakobsen / Karlsson (2001) „Explaining Society: An Introduction to Critical Realism in the Social Sciences“, London/New York: Routledge

Jaecker, Tobias (2004) "Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September"

„Seit dem 11. September 2001 haben antisemitische Verschwörungstheorien Konjunktur: Der israelische Geheimdienst Mossad stecke hinter den Terroranschlägen. Die ,jüdischen Berater‘ von US-Präsident George W. Bush hätten Amerika in den Irak-Krieg getrieben. Israel wolle die Palästinenser ‚endgültig vernichten‘. Der Autor zeigt anhand einer Analyse des deutschen Mediendiskurses, dass es sich dabei um ressentimentgeladene, stereotype Weltdeutungen handelt, die bis in die Mitte der Gesellschaft hinein verbreitet sind. ‚Die Juden‘ stellen in diesen Verschwörungstheorien das Gegenbild zur ,Wir-Gruppe‘ dar und dienen so als Projektionsfläche für sämtliche negativen Entwicklungen und Ereignisse.

Das Buch ist die erste und bislang einzige umfassende Studie zum Thema. Im ersten Teil werden zunächst die Wesensmerkmale von Verschwörungstheorien sowie des Antisemitismus erläutert und insbesondere die zahlreichen Parallelen zwischen diesen beiden ideologischen Denksystemen aufgezeigt. Es folgt eine überblicksartige historische Darstellung antisemitischer Verschwörungstheorien – von den alten antijudaistischen Verschwörungsmythen über die antisemitischen ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ bis hin zu jüngeren Verschwörungstheorien wie den im Internet kursierenden Pamphleten von Jan van Helsing oder der These von der Macht der ‚jüdischen Ostküste‘. Im Hauptteil des Buches wird der deutsche Mediendiskurs zu den Terroranschlägen vom 11. September, zum Nahost-Konflikt und zum Irak-Krieg einer umfangreichen Analyse unterzogen. Dabei werden vor allem die verschwörungstheoretischen Themen und die antisemitischen Zuschreibungen des Diskurses beleuchtet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die verschiedenen verschwörungstheoretischen Berichte, Behauptungen etc. zusammenwirken, den Diskurs konstituieren und so eine bestimmte antisemitische Weltsicht festigen. Anhand von drei exemplarischen Detailanalysen wird zudem gezeigt, wie verschwörungstheoretische Texte konkret aufgebaut sind und Wirku ng entfalten. Im Schlussteil des Buches wird das Ergebnis der Diskursanalysen vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunktur des Antisemitismus diskutiert. Schlussfolgerungen zum globalisierten Antisemitismus und zum nationalen Antisemitismus in Deutschland runden die Studie ab.“ (Quelle: s.u.)

Kurz, Robert (1999) "Schwarzbuch Kapitalismus"

„Der Lebensstandard breiter Bevölkerungsgruppen sinkt, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, der Ausweg in die Dienstleistungsgesellschaft erweist sich als Illusion. Die Marktwirtschaft wird mit ihren Produktivitätssprüngen – Automation und Globalisierung – nicht mehr fertig.

Robert Kurz seziert die Marktwirtschaft, zeichnet die drei industriellen Revolutionen nach und belegt, wie der Kapitalismus aus weitverzweigten Wurzeln und vielen Quellen im Laufe der Geschichte Varianten seiner inneren Widersprüchlichkeit hervorgetrieben hat: Liberalismus und Sozialdemokratie, den Staatsozialismus als Form nachholender Modernisierung, aber auch immer wieder Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus.

Es zeigt sich, dass die bisherigen Gegenentwürfe das Wesen der kapitalistischen Geldmaschine ungangetastet ließen und selber nur Trendsetter jener permanenten ‚Modernisierung‘ waren, die sich zunehmend als antisozialistischer Drohbegriff entpuppt. Aber ausgerechnet in demselben Maße, wie er von allen Parteien zum alternativlosen Schicksal der Menschheit erklärt wird, treibt der Kapitalismus heute auf eine ausweglose Situation zu.“ (Quelle: s.u.)

Hay, Colin (2002) "Political Analysis: A Critical Introduction"

This book is probably the best introduction to political science available. It’s a profound yet readable introduction to some of the fundamental questions of political analysis.

The author Colin Hay, currently Professor at the University of Sheffield, develops a critical approach to political science that’s based on a critical-realistic foundation.

The book covers a broad range of topics: It starts with a general introduction to the field of political science and international relationship and its different theories and „schools“. The second chapter deals with the question „What’s Political about Political Science?“ and the importance of ontology and epistemology. The other chapters are concise summaries of some of the most important meta-questions of social and political science: structure and agency, explaining social/political change, concepts of power, the roles of ideas and the challenge of postmodernism.

The book is not a step-by-step introduction to political analysis as a method but an attempt to raise the awareness for some fundamental questions of social science in general. It argues for the need of a critical political analysis that takes into account all these questions.

 

Contents

Analytical Perspectives, Analytical Controversies
What’s Political about Political Science?
Beyond Structure versus Agency: Context versus Conduct
Continuity and Discontinuity in the Analysis of Political Change
Divided by a Common Language? Conceptualising Power
The Discursive and the Ideational in Contemporary Political Analysis: Beyond Materialism and Idealism
The Challenge of Postmodernism
Conclusion: Critical-Political-Analytical

 

Colin Hay (2002): Political Analysis. A Critical Introduction
314 pages
Publisher: Palgrave Macmillan
http://www.palgrave.com/products/title.aspx?PID=259669

Download first chapter: http://www.palgrave.com/PDFs/0333750039.Pdf

Knoll, Heiko (2009) "Zur Dialektik von Theorie und Praxis bei Theodor W. Adorno"

„Gibt es Freiheit im Denken und Handeln nur noch in der Kunst? Kontrahenten haben die Kritische Theorie Theodor W. Adornos in den vergangenen Jahrzehnten auf diese negative Weltsicht reduziert. Dabei sahen sie über seine dialektische Argumentationsweise schlicht hinweg und reduzierten sein Denken unangemessen einseitig. So erschien Adornos Position zu Theorie und Praxis als offensichtliche Schwachstelle seiner Kritischen Theorie. Heiko Knoll sucht nach dem Kern von Adornos dialektischer Argumentationsweise und weist deren Struktur und Inhalt in seinen Aussagen zu Theorie und Praxis nach. Nachdem der Streit über die tatsächlichen politischen Folgerungen von Adornos Aussagen abgeebbt ist, ergibt sich daraus ein neues Bild von einem großen Denker des 20. Jahrhunderts.“ (Quelle: s.u.)

  • Knoll, Heiko (2009) „Zur Dialektik von Theorie und Praxis bei Theodor W. Adorno“, Marburg: Tectum

 

Die Dissertation, auf der das Buch basiert, gibt es hier zum Download:

http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=975919067&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=975919067.pdf