Hawel / Blanke (Hg.) (2012) "Kritische Theorie der Krise"

Krit.Theorie der Krise

„Die Wirkungsgeschichte der Kritischen Theorie, die unter anderem mit Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Karl Korsch, Georg Lukács und Herbert Marcuse verbunden ist, deckt sich weitgehend mit jenem »kurzen 20. Jahrhundert«, das der britische Historiker Eric Hobsbawm mit dem Ersten Weltkrieg beginnen und 1991 mit der Auflösung der bipolaren Weltordnung enden lässt. Es ist ein Jahrhundert voller Turbulenzen, Krisen und Katastrophen. Seither, so Hobsbawm, haben wir es mit einem Ableben, gar mit einem Untergang auch der westlichen Welt zu tun, die sich in einem »freien Fall« befinde. Seit 2007 erlebt diese Welt eine fundamentale Finanz- und Wirtschaftskrise, die in einzelnen Ländern verheerende Auswirkungen hat. 2009 wurden Dimensionen erreicht, die mit jenen aus dem Krisenjahr 1929 vergleichbar sind, wenngleich bisher nicht zu erkennen ist, ob sich auch die politischen Entwicklungen wiederholen werden. Die bisher schon erkennbaren Parallelen sind allerdings Anlass genug, die Aktualität der Kritischen Theorie zu überprüfen.“ (Quelle: http://dietz-shop.rosalux.de/index.php?id=9921&backPID=9921&tt_products=512 )

INHALT

  • Moritz Blanke, Marcus Hawel: Zur Aktualität der Kritischen Theorie
  • Marcus Hawel: Krise und Geschichte. Zum Entstehungszusammenhang kritischer Theorie
  • Lutz Brangsch: Krisentheorien und Krisenkonzepte in der Geschichte des Kapitalismus
  • Roger Behrens: »Crisis, what Crisis?«. Kulturindustrie, Kritik und Krise
  • Annette Ohme-Reinicke, Michael Weingarten: Krise und Bewusstsein. Zur Aktualität sozialpsychologischer Grundlagen des Krisenbegriffs der Kritischen Theorie
  • Daniel Keil: Krisenkonstellationen. Überlegungen zum Zusammenhang von Krise und gesellschaftlicher Ausgrenzung
  • Asaf Angermann: Das schlechte Gewissen der Krise. Adorno, Badiou und die »ethische« Ideologie
  • Anne Steckner: Die Waffen schärfen. Zum Kritikbegriff bei Karl Marx
  • Tatjana Freytag: Kein Altern der Kritik